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Dass Mercedes auch in dieser Saison den Ton angibt, war allen Formel-1-Fans klar. Was aber spannend bis zum ersten Rennen blieb, war die Leistung der Ferraris. Mancher Sportwettenanbieter hat die roten Renner als Herausforderer des Red-Bull-Teams um den zweiten Platz in der Konstrukteursmeisterschaft gesehen.

Doch diese Träume scheinen geplatzt zu sein. Heute sehen optimistische Wetten Sebastian Vettel unter den ersten zehn. Sein Teammitglied Leclerc schaffte es wenigstens in die Top 5. Bis zum Rennen in Spanien war die verkürzte Saison 2020 für die Italiener ein Desaster. Vettel machte seinem Namen als König der Dreher alle Ehre, und das sogar schon beim Start in Silverstone. Leclerc versucht alles aus dem Auto herauszuholen, was geht. Dabei hat er aber Mühe, überhaupt mit den Boliden von Racing Point mitzuhalten.

Vettel trägt Mitschuld

Die Gründe für das schlechte Abschneiden von Vettel dürften zu einem großen Teil bei ihm liegen. Seine Performance ist schon in der vergangenen Saison schlechter geworden. Mit dem Ende seines Vertrages bei Ferrari dürfte die Motivation nicht größer geworden sein.

Doch das alleine erklärt nicht die Probleme bei Ferrari. Auch Vettels Teamkollege Leclerc beschwert sich über die geringe Leistung des Autos. Es scheint an allem zu fehlen, Top-Speed, Balance und Reifenmanagement. Mancher Experte fühlt sich an die Zeit erinnert, bevor Michael Schumacher zu Ferrari kam. Damals war das Team in einem desolaten Zustand. Schumacher nahm das Zepter in die Hand und brachte seine eigenen Leute in Schlüsselpositionen. Nur so konnte er die etwas lässige italienische Arbeitsweise verändern.

Ein altes Problem bei Ferrari

Nach seinem Abgang schien der Schlendrian wieder Einzug gehalten zu haben. Vettel ist ein guter Fahrer und kennt sich mit der Mechanik bestens aus. Er ist aber keine Führungsfigur. Es gelang ihm nicht, die notwendige Disziplin ins Team zu bringen und vor allem die internen Kämpfe im Unternehmen zu stoppen. Es scheint, dass Ferrari sich wieder einmal selbst im Weg steht. Es wird sich zeigen, ob Carlos Sainz da eine Änderung bringen kann.